![]() |
|
SCHMERZBEWÄLTIGUNG
Schmerzbewältigungstraining
Psychologische Schmerzbewältigung
Psychologische Behandlungsverfahren sind in der Therapie chronischer Schmerzen generell als angezeigt anzusehen.
Bei der Indikation ist allerdings die Unterscheidung zweier Grundformen psychologische r Schmerzbehandlung zu berücksichtigen:
A) Das Schmerzbewältigungstraining, welches grundsätzlich bei allen chronischen Schmerzen zur Anwendung kommen sollte, ist abzugrenzen von einer
B) Psychotherapie bei Schmerz, die beim Vorliegen psychosozialer Probleme (z.B. Krankheitsangst oder Depression) angezeigt ist, da diese Schmerzen auslösen, bestehende Schmerzen verschlimmern und somit den Erfolg einer Schmerztherapie ungünstig beeinflussen können.
Von einem psychologische n Schmerzbewältigungstraining können prinzipiell alle Patienten mit chronischen Schmerzen profitieren.
Es sollen im folgenden Einzelbausteine der psychologische n Schmerzbewältigung skizziert werden.
Diese können sowohl zu einem Schmerzbewältigungstraining im Gruppenrahmen zusammengestellt als auch separat in der psychologischen Einzeltherapie angewandt werden.
1) Aufklärung über Schmerzbewältigung
Die Vermittlung eines plausiblen Modells der Wirkungsweise der eingesetzten Verfahren zur Schmerzbewältigung sollte immer am Anfang erfolgen.
2) Entspannung zur Schmerzbewältigung
Bei chronischen Schmerzzuständen wird v.a. die progressive Relaxation nach Jacobson (PR) empfohlen. Aber auch andere Entspannungstechniken wie z.B. Autogenes Training oder Atementspannung können je nach individueller Bevorzugung der Patienten effektiv sein.
3) Biofeedback zur Schmerzbewältigung
Mit Hilfe eines Biofeedback-Gerätes werden normalerweise unbewußt abgelaufene physiologische Vorgänge verstärkt und in optische oder akustische Signale umgewandelt. Der Patient kann somit die betreffenden Körpervorgänge wahrnehmen und über, im einzelnen noch ungeklärte Prozesse, willkürlich in die erwünschte Richtung verändern.
Erst wenn die ökonomischere Form der progressiven Relaxation nach Jacobson versagt, sollte bei Kopfschmerz vom Spannungstyp, Kombinationskopfschmerzen und chronischen Rückenschmerzen das Elektromyographie- Feedback angewandt werden.
Hauttemperatur- Feedback oder Vasokonstriktions- Feedback (= Rückmeldung des Durchblutungszustandes der Schläfenarterie) kann bei Migräne empfohlen werden.
4) Hypnotische und imaginative
(= die Fähigkeit zur bildhaften Vorstellung
von
Situationen u. Gegenständen betreffende)
Verfahren zur
Schmerzbewältigung
Hypnose ist eines der ältesten psychologische n Verfahren zur Schmerzbewältigung bei chronischen Schmerzen unterschiedlichster Art. Hypnotische Techniken und imaginative Übungen lassen sich definitorisch nur schwer voneinander abzugrenzen.
Man unterscheidet u.a. zwischen schmerzinkompatiblen Imaginationen (z.B. Anleitung zur Vorstellung einer angenehmen Situation) und transformierenden Imaginationen (z.B. Vorstellung, dass das schmerzende Bein in einem Eisenstiefel steckt, dessen Schrauben langsam gelöst werden).
Als besonders wirkungsvolle Anwendungsbereiche gelten die hypnotischen
Behandlungen von Phantomschmerz
en,
Krebsschmerzen,
rheumatoide Arthritis und
Kopfschmerz
en. Für die
Stabilisierung der Erfolge scheint der Übergang von der fremdangeleiteten
Suggestion zur Autosuggestion wesentlich zu sein.
5) Vermittlung innerer und äußerer Ablenkungsmöglichkeiten zur Schmerzbewältigung
Erfahrungsgemäß gibt es bei leichten bis mittleren Schmerzen viele wirkungsvolle Ablenkungsstrategien. Bei der Verwendung externer Stimuli zur Ablenkung (z.B. spannendes Video, Entspannungsmusik, gymnastische Übungen, Konzentration auf angenehmen Genuss oder Geschmack) ist auf deren Verfügbarkeit im Alltag und deren ausreichende Attraktivität zu achten. Nach innen gerichtete Ablenkungstechniken beinhalten u.a. die Konzentration auf Gedanken, Lern- und Gedächtnisaufgaben.
6) Operante Verfahren zur Schmerzbewältigung
Unter dem Begriff "operantes Verfahren" versteht man ein Verhalten, das durch seine Folgeerscheinungen (verschiedene Formen der Verstärkung/Belohnung oder Bestrafung) kontrolliert wird. Ziel der operanten Verfahren ist die Beeinflussung operanten Schmerzverhaltens durch Verstärkung und Bestrafung, beispielsweise von exzessivem Schmerzverhalten in den Bereichen:
körperliche Schonung: Genese durch Bestrafung von Aktivität durch Schmerz / Therapie durch langsamen Aufbau von Aktivität, die unterhalb der Schmerzschwelle bleibt / Belohnung dieser Aktivitäten.
Jammern und Klagen: Genese über Verstärkung durch besondere Zuwendung / Therapie durch Löschung (keine Zuwendung mehr bei exzessivem Klagen, dafür Verstärkung von nicht schmerzbezogener Kommunikation).
Schmerzmittel konsum: Genese durch Reduktion von Schmerz / Therapie über die Gabe der Schmerzmedikamente nach einem festen Zeitschema.
7) Abbau hinderlicher und Aufbau förderlicher Kognitionen zur Schmerzbewältigung
Unter dem Begriff Kognition fallen Prozesse wie Wahrnehmung, Erkennen, Vorstellen, Urteilen, Gedächtnis, Lernen und Denken. Zunächst ist auf die Bedeutung von Kognitionen für die emotionale Befindlichkeit im allgemeinen und für das Schmerzerleben im besonderen einzugehen. Dabei kann das ABC-Modell der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie als Grundlage dienen. Nicht der Schmerzreiz an sich (Activating event) führt zu depressiven Gefühlen (Consequences) sondern beispielsweise der Gedanke (Belief system) "Mir kann niemand mehr helfen".
Weitere Schritte betreffen das Auffinden und Ersetzen hinderlicher
Kognitionen (z.B. "Nichts
hilft gegen meine Schmerzen") und das Einüben förderlicher Kognitionen
(z.B. "Wenn ich mich ablenke, spüre ich die
Schmerzen nicht mehr so
stark").
Bei allen genannten Verfahren zur psychologische n Schmerzbewältigung ist darauf zu achten, dass diese lege artis vermittelt und von den Patienten vorschriftsmäßig durchgeführt werden. Ein ungeschulter Behandler, der an den Beschwerden des Patienten orientierte Gespräche mit der Durchführung einer Kognitiven Verhaltenstherapie gleichsetzt, braucht sich über die ausbleibenden positiven Effekte ebensowenig zu wundern, wie eine Patientin, die die progressive Relaxation nach Jacobson nicht ausreichend übt.
Eine (Einzel-)Psychotherapie bei Schmerz ist etwa dann indiziert, wenn neben den Schmerzen auch eine depressive Störung vorliegt oder die Schmerzen durch ihre wichtige Funktion innerhalb der Partnerschaft aufrechterhalten werden (z.B. Rücksichtnahme/Hilfestellung des Partners erst seit dem Bestehen der Schmerzproblematik). Die Psychotherapie bei Schmerz kann natürlich Elemente des Schmerzbewältigungstraining s enthalten. Primär zielt sie jedoch auf psychosoziale Probleme ab, die zusätzlich zu den Schmerzen bestehen und von denen anzunehmen ist, daß sie für die Schmerzentstehung und/oder -aufrechterhaltung relevant sind.
Für viele psychische Probleme (z.B. Ängste, depressive Störungen, usw.) stellt die Kognitive Verhaltenstherapie ein wirkungsvolles psychologische s Behandlungsverfahren dar.
Weitere schmerzpsychologische Themen:
Hier noch eine sehr gute psychologische Literaturempfehlung: Schmerzen überwinden (einfach anklicken)
Aktualisiert:
13.03.2006
A
Akupunktur (www.stumpfschmerz.de/akupunktur),
ambulante Schmerztherapie,
Amputation,
Analgetikamißbrauch,
Anlaufschmerz,
Antiaging Klinik,
Antidepressiva (www.anti-depressiva.de),
B
Bandscheibenschaden,
Behandlung bei
Cluster-Kopfschmerz,
Behandlung bei Kopfschmerzen, Biofeedback (www.bio-feed-back.de),
Borreliose (www.bor-reliose.de),
C
Chronischer Schmerz (www.schmerz-chronischer.de)
(1),
chronischer-schmerz (www.chronischer-schmerz.org)
D
Diskektomie,
Diskopathie,
Dysästhesie,
E
Eigenhypnose,
EMDR (www.em-dr.de),
Entzündung,
Entzug,
Entzugsbehandlung,
Epidurale Blockade (Peridurale
Blockade)
F
Fortbildung Spezielle Schmerztherapie,
Fortbildung Anästhesie und
Schmerztherapie (www.anaesthesie-cme.de)
G
Ganglion stellatum,
Grenzstrangblockaden,
Gürtelrose-Schmerzbehandlung
H
Herpes zoster-Erkrankungen,
Hypästhesie,
Hyperalgie,
Hyperpathie,
Hypnose bei Schmerz,
Hypnosebehandlung,
Hypnotherapie,
Hypnobehandlung (www.hypnobehandlung.com)
I
Imagination,
Interpleurale Blockade, invasive
Schmerztherapie,
Ischämie (www.ischämie.com
/ www.xn--ischmie-8wa.com),
Ischias,
Ischämieschmerz,
K
Kaudale-Blockade (Sakrale Blockade),
kontinuierliche
Nervenblockade des
Nervus supraorbitalis,
Plexus
brachialis,
Nervus ulnaris,
Nervus medianus,
Nervus radialis,
Nervus intercostalis (Ramus ventralis),
Nervus femoralis
und Plexus lumbalis,
Nervus ischiadicus,
Nervus peroneus communis,
Kopfschmerzmittel, Kopfschmerztherapie,
Krebsleiden,
Krebspatienten,
L
Leitungsblockaden,
Lokalanästhetica,
Lokalanästhetika (www.lokalanaesthetika.de),
Lokalanästhetikum,
M
Magnetfeldtherapie (www.1-magnetfeldtherapie.de),
Mammaamputation,
medikamentöse Schmerztherapie,
Migränebehandlung,
Migränevorbeugung,
Mittel gegen
den Schmerz,
N
Neoplasma,
Nervenblockaden,
Nervendurchtrennung,
Nervenerkrankung,
Nervenwurzelblockaden,
Neuroleptika (www.neuro-leptika.de),
Neurolinguistisches Programmieren
O
Opiat-Analgesie,
Opiattherapie,
Opioid,
Osteoporoseschmerz
P
Pallanästhesie,
Parästhesie,
Prophylaxe bei Migräne,
Psychologische
Schmerzbehandlung (www.schmerzbehandlung-psychologische.de),
psychologische Schmerztherapie (1),
psychologische
Schmerztherapie
(www.schmerztherapie-psychologische.de) (2),
Q
Querschnittsyndrom
R
Rektumresektion,
Rücken-Schmerz-Behandlung,
S
Schmerz (www.1-schmerz.de)(1),
Schmerz (www.bing-horton.de/schmerz)(2),
Schmerz-Akupunktur,
Schmerz bei Gürtelrose /
Schmerz nach Gürtelrose,
Schmerzanamnese,
Schmerz-chronischer,
Schmerzmittel (www.schmerzmittel.net),
Schmerzbehandlung bei
Dorsalgie,
Schmerzbehandlung bei Karzinom,
Schmerzbehandlung bei Krebs,
Schmerzbehandlung
bei Malignom,
Schmerz-Behandlungen,
Schmerzbewältigung,
Schmerzbewältigungstraining (www.schmerztherapie-psychologische.de/schmerzbewaeltigung),
Schmerzanalyse,
Schmerzerkrankung,
Schmerzforum (www.schmerzforum.net),
Schmerzklinik (www.schmerzklinik-1a.de) (1),
Schmerzklinik (www.schmerzklinik-1.de) (2),
Schmerzklinik (www.schmerzklinik.biz)
(3),
Schmerzkliniken
(www-1-schmerzkliniken.de) ,
Schmerzkrankheit,
Schmerzmedikamente,
Schmerzmittel und Kopfschmerz,
Schmerzmittelmißbrauch,
Schmerzproblem,
Schmerzprophylaxe,
Schmerzstörung (www.schmerzstoerung.de),
Schmerzsyndrome,
Schmerztherapeut,
Schmerztherapie (www.1-schmerz.de/schmerztherapie) (1),
Schmerztherapie (www.schmerztherapie.li) (2),
Schmerztherapie (www.schmerztherapie.co.uk)
(3),
Schmerztherapie
(4), Schmerztherapie bei
Dorsalgie, Schmerztherapie bei
Fibromyalgie,
Schmerztherapie bei Tumor,
Schmerztherapien,
Schmerztherapie-psychologische,
Schmerztherapie-spezielle,
Schmerz-Rehabilitation,
Schmerz-Zentrum,
Selbst-Hypnose,
Selbsthynose (www.selbst-hypnose.com),
somatoforme Schmerzstörung,
Spezielle Schmerztherapie
(1)
(www.schmerztherapie-spezielle.de),
Spezielle Schmerztherapie
(2)(www.spezielle-schmerz-therapie.de),
Schmerzzentrum (www.1-schmerzzentrum.de), Spinale Blockade,
Stationäre Rehabilitation,
Stationäre Schmerztherapie,
Steuer (Steuertip),
Streß und Schmerz (www.stress-schmerz.de) ,
stationäre
Schmerzbehandlung,
T
Therapie bei
Nackenschmerz,
Therapie bei Kopfschmerz,
Therapie bei einem
Handgelenkschmerz,
Therapeutische
Lokalanästhesie,
Therapie bei Krebsschmerz,
Therapie bei
Migräne,
Therapie bei Schmerz,
Tumorleiden,
Tumorpatienten, Tumorschmerzen (www.tumor-schmerzen.de),
U
Überlastungssyndrom,
V
Vorbeugung der
Migräne,
Vulvodynia
W
Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie,
Wurzelblockaden,
Z
zentraler Schmerz,
Zentrum
für Schmerztherapie (www.xn--zentrum-fr-schmerztherapie-6zc.de),
Zu Schmerzthemen, die Körperbereiche oder Organe betreffen, gelangen Sie hier
Hier gelangen Sie zu einem kompetenten Schmerzforum: link: www.schmerzforum.net
Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
www.norderney-insel-hotel.de
Schmerzklinik:
www.schmerzklinik-1.de,
www.schmerzklinik.biz ,
www.schmerzklinik.com,
www.schmerz.com
--------------------------------------------------------------------------------------------
aktualisiert >13.03.2006</> <strong>Schmerzbewältigung</strong>
www.schmerztherapie-psychologische.de/schmerzbewaeltigung www.schmerztherapie-psychologische.de/schmerzen-ueberwinden
www.schmerztherapie-psychologische.de/neurolinguistisches-programmieren www.schmerztherapie-psychologische.de